Wallfahrtskirche Santa Maria delle Grazie

Die Kirche befindet sich am Ende eines großen Hofes, der von einem Bogengang umgeben ist. Sie stammt aus dem 15. Jh. und ist in spätgotischem Stil gefertigt worden. Dort, wo heute die Kirche steht, befand sich einst ein heidnisches Heiligtum mit einem Brunnen, der zu etruskisch-römischer Zeit Apollo geweiht war, während er im Mittelalter mit Fonte Tecta bezeichnet wurde. 1425 versuchte der hl. Bernhardin von Siena vergebens, die Quelle zu zerstören. Nachdem er von der Stadt weggeschickt wurde, kam er 1428 wieder, und dieses Mal gelang es ihm zwischen 1428 und 1431, anstelle der Quelle ein Oratorium zu errichten; Parri di Spinello malte das Fresko mit der Gnadenmadonna, die sich heute im Marmoraltar des Andrea Della Robbia (1487-1493) befindet. Gegen Ende des XV. Jh. errichtete Benedetto da Maiano die Außentreppe und den Bogengang vor der Kirche, ein Meisterwerk der Anmut der Frührenaissance, inspiriert am „Ospedale degli Innocenti“ des Brunelleschi.

Kontakte

Wallfahrtskirche Santa Maria delle Grazie
Via Santa Maria delle Grazie, 1
52100 Arezzo
+39 0575 323140